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Unser Motto: – Tu was du kannst, mit dem was du hast, wo immer du bist. (Zitat von Theodore Roosevelt)

März 2010: Seit gut 4 Jahren gibt es weltweit Städte und Gemeinwesen, die sich fantasievoll und selbstbewußt um eine Lebensweise bemühen, die den großen Herausforderungen unserer Zeit Klimawandel und dem Ende des Zeitalters des billigen Öls (Stichwort: Peak Oil) gerecht wird. Die Menschen in diesen Städten warten nicht, bis Energie unbezahlbar wird und sie gezwungen sind, unter massivem Zeitdruck ihren Lebensstil an die Verhältnisse anzupassen. Stattdessen haben sie begonnen, schon heute Visionen von einem Leben in 20 oder 30 Jahren zu entwerfen. Und sie haben begonnen, gemeinsam die ersten Schritte in diese Richtung zu gehen. Sie warten nicht darauf, das die Regierungen etwas unternehmen (was, wie die Klimakonferenzen der letzten Jahre deutlich zeigten, ein frommer Wunsch ist, auf dessen Erfüllung wir lange warten können). Stattdessen nehmen in immer mehr Kommunen die Menschen selber ihr Leben in die Hand und beginnen mit einer erstaunlich lebendigen und erfolgreichen Veränderung.

Aber Klimawandel und Peak Oil sind nicht die einzigen Herausforderung. Die Finanzkrise – die im Sommer 2008 sichtbar wurde – ist lange noch nicht ausgestanden. Sie kommt in diesem Jahr erst in voller Härte in den Kommunen an. So wird den Städten und Gemeinden zunehmend das Geld fehlen, um ihre wesentlichen Aufgaben für die Menschen zu bewältigen. Hinzu kommt, dass die Maßnahmen, die weltweit zur Bekämpfung der Finanzkrise ergriffen wurden, eher dazu führen, die Problemfelder Peak Oil und Klimawandel weiter zu verschärfen.

Entstanden ist die TransitionTownBewegung aus den Überlegungen des Permakultur-Lehrers Rob Hopkins. Dieser hat die Prinzipien der Permakultur auf die Stadtplanung übertragen: Wie kann man eine Kommune so organisieren, dass ihre Bewohner möglichst wenig Energie verbrauchen und trotzdem ein zufriedenes Leben führen können, ohne Mangel zu leiden? Die bisher in der Bewegung entwickelten Vorstellungen werden vielen bekannt vorkommen: lokales Wirtschaften, lokale Ernährung, lokale Energieversorgung oder die Förderung der Selbstversorgung und die Reaktivierung alter Kulturtechniken, die für unsere Großeltern noch selbstverständlich waren. Eine sehr wichtige Rolle spielt auch die Stärkung des lokalen Kultur samt Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger und ein gewisser Lokalpatriotismus. Trotzdem wollen die „Transition Towns“ nicht zurück in eine „gute alte Zeit“, die es nie gegeben hat, sondern sind offen für neue Ideen und neue Technologien, was sich besonders deutlich an der selbstverständlichen und umfassenden Nutzung des Internets zeigt. Insgesamt offenbart sich in der Bewegung sehr stark das Prinzip: Global denken – lokal handeln.

Mittlerweile sind fast 300 Kommunen der Bewegung beigetreten und fast täglich entstehen neue Initiativen.

Informationen findet man

  1. in deutsch
  2. in englisch
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